2026
Nordamerika
Sonntag, 22. Februar 2026
Die Imazighen Nordafrikas
So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.
Matthäus 5,16
Die Ureinwohner Nordafrikas werden im Westen meist als Berber bezeichnet, empfinden diesen Begriff selbst aber als abfällig. Stattdessen nennen sie sich Imazighen (»freies Volk«, Amazigh im Singular). Sie lebten schon seit Jahrtausenden dort, als die Araber Mitte des 7. Jahrhunderts den Islam in die Region brachten. Wahrscheinlich war der heilige Augustinus von Hippo Amazigh. Äußerlich fallen die Imazighen durch ihre hellere Hautfarbe und besonders farbenfrohe Kleidung auf. Wie viele indigene Völker erfahren sie Rassismus und leben als Minderheit am Rande einer überwiegend arabischen Gesellschaft. Badida erfährt diese Ablehnung auch um des Glaubens willen. Sie und ihr Mann lieben Jesus und bezeugen ihn. Aber sie arbeiten unter Arabern. Diese legen den Islam deutlich strenger aus als die Imazighen. In der Stadt wird Badida oft beschimpft und ihre Kinder erleben Mobbing. Aber sie lässt sich nicht einschüchtern, sondern begegnet Ablehnung mit Liebe und Mitgefühl. Sie geht auf Menschen zu und erzählt ihnen von Jesus. So hat sie schon viele Freundschaften geschlossen. Badida leitet Kurse, in denen Menschen ihre Traumata verarbeiten können, und bietet Seelsorge an. Sowohl Araber als auch ihre Geschwister im Glauben staunen immer wieder über ihren Mut und ihre Offenheit.
Wir beten
- um Trost und Fürsorge Gottes für Badidas Familie.
- dass das Evangelium vor allem als Audio- Material in verschiedenen Tamazight- Dialekten bereitgestellt werden kann.
- dass Radiosendungen für vom Internet abgeschnittene Bergregionen entstehen.
