2026
Jemen
Samstag, 21. Februar 2026
Frauen im Jemen
Wer unter dem Schutz des Höchsten wohnt, der kann bei ihm, dem Allmächtigen, Ruhe finden.
Psalm 91,1
Während Samiras Mann im Bürgerkrieg kämpfte, lebte sie in ihrer staubigen Stadt ein Leben der Unterordnung: unter den Glauben, ihren Ehemann, ihre Schwiegereltern und die Angst. Doch sie entdeckte durch ihr Handy einen Hoffnungsschimmer. Wenn ihre Kinder schliefen, schaute sie immer wieder auf die Webseiten mit diesen schönen Worten in ihrer Muttersprache. Sie verurteilten nicht – sie trösteten. »Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid!« Irgendwann erfuhr sie, dass diese Worte von Jesus stammen und in der Bibel stehen. Samira stellte Fragen. Und ihre Gewissheit wuchs, dass Jesus tatsächlich der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. »Was Jesus Christus getan hat, kann kein anderer tun!«, sagt sie heute. »Er hat Tote auferweckt, Kranke geheilt und Sündern vergeben. Und zwar, weil er Mensch gewordener Gott ist. Es gibt kein Heil außer in Jesus – darum folge ich ihm!« Bald erfuhr Samira von anderen Jesus-Nachfolgern in ihrer Stadt. Zunächst teilten sie nur Bibelverse und Gebete durch Text-Nachrichten. Dann fanden sie einen Weg, sich persönlich zu treffen – immer an verschiedenen Orten und zu unterschiedlichen Zeiten. Samira weiß, dass ihre Schwiegereltern eine Veränderung an ihr bemerkt haben und misstrauisch sind. Wenn sie ihr folgen, geht sie zum Haus ihrer Eltern, wo sie auch vorsichtig mit ihrem Bruder über Jesus spricht.
Wir beten
- dass Gott in die schreckliche humanitäre Krise im Jemen eingreift.
- um Schutz für die winzige jemenitische Gemeinde.
- dass Gottes Wort jemenitische Frauen erreicht, die nur wenig Zugang zum Evangelium haben.
