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2026

Tag 6

Tunesien

Montag, 23. Februar 2026

Tunesien

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.
Epheser 2,19

Das Blut der Märtyrer ist der Same der Kirche. – Das sagte der frühchristliche Theologe Tertullian. Er stammte aus dem antiken Karthago im heutigen Tunesien. 203 n. Chr. wurden im dortigen Amphitheater Perpetua und Felicitas von wilden Tieren zerfleischt. Sie hatten sich geweigert, Jesus zu verleugnen.
Nach der islamischen Eroberung im 7. Jahrhundert war der »Same der Kirche« in Tunesien jahrhundertelang unsichtbar. Heute keimt er in unseren frisch wiedergeborenen Geschwistern neu auf. Imen wuchs traditionell islamisch auf. Trotzdem träumte sie als Kind von einem Mädchen, das ihr eine Kreuzkette umhängte. Später fand sie ein Injil (Neues Testament) im Haus. Kurz darauf verschwand das Buch. Sie schloss die Schule ab, begann zu arbeiten und heiratete. Ein Todesfall in der Familie erschütterte Imen. Sie dachte an den Traum und das Buch. Im Internet erfuhr sie mehr über Jesus – und beschloss, Ihm nachzufolgen. Inspiriert von Perpetua sagte sie zu ihrem Mann: »Du kannst dich von mir scheiden lassen, aber ich folge Jesus!« Imens Mann liebte sie, hatte aber Angst um sie. In den folgenden Monaten beobachtete er ihren entschlossenen Glauben und die Veränderungen in ihrem Leben. Schließlich setzte auch er sein Vertrauen in Christus. Nun erzählen beide ihren Verwandten von Ihm.

Wir beten

  • dass mehr Familien gemeinsam Christus nachfolgen und Hausgemeinden entstehen.
  • dass tunesische Gläubige in Jesus wachsen und inmitten der Verfolgung gestärkt werden.
  • dass die Gläubigen in Tunesien freudig das Evangelium und ihr persönliches Zeugnis weitergeben.