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Symbole im Islam

Tag 12

Türkei

Sonntag, 27. Mai 2018

Religiöse Türken

Am 29. Mai 1453 wurde Konstantinopel, die Hauptstadt des Byzantinischen Reiches, von den Osmanen erobert. Der Eroberer Sultan Mehmet verrichtete als Erstes das Namaz (aus dem Persischen stammendes, türkisches Wort für das rituelle Gebet) in der Hagia Sophia, der monumentalen Kirche im Stadtzentrum, dem Herzen der Ostkirche. Deshalb symbolisiert dieses Datum für viele Muslime den Sieg des Islam über das Christentum und hat für religiöse Türken eine identitätsstiftende Bedeutung.

Eine solche Bedeutung hat auch das Namaz. Mehr als 60 % der türkischen Männer besuchen die Moschee zum Freitagsgebet, während die Frauen zu Hause beten. Der Ramadan, die anderen religiösen Feste und die Beschneidung ihrer Söhne gehören fest zu ihrem Leben. Wer irgendwie es sich leisten kann, bewirbt sich um eine Pilgerfahrt nach Mekka.

Jedoch zeigen die aktuellen politischen und gesellschaftlichen Verwerfungen innerhalb der Türkei, dass Religiosität und das Ideal des Osmanischen Reiches nicht ausreichen, um die Einheit zu schaffen, nach der besonders religiöse Türken sich sehnen. Der Glaube an Jesus als Herr und Erlöser könnte ihnen wirkliche Einheit und Brüderlichkeit ermöglichen. Dennoch haben bislang nur vereinzelt Türken aus konservativ-religiösem Hintergrund den Weg zu Jesus Christus und in bestehende Gemeinden gefunden.

Seit einiger Zeit gibt es eine Übersetzung des Neuen Testamentes, die gerade von der religiösen Bevölkerung gut verstanden wird und ihr Herz erreicht. Neben dem Text gibt es auch eine Audioversion (www.halkdilinde.com).

Wir beten

            • Um Stabilität, Frieden und Freiheit in der Türkei.
            • Dass viele religiöse Türken das NT „in der Sprache des Volkes“ in die Hände bekommen, Jesus sich ihnen offenbart und sie in ihm als ihrem Herrn und Erlöser Einheit finden.
            • Um Ermutigung für die wenigen Jesusgläubigen und passende Wege, ihr früheres Umfeld mit dem Evangelium zu erreichen.