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Die Fulani der Sahelzone

Tag 11

Weltweit

Donnerstag, 16. Mai 2019

Aus der Dunkelheit ins Licht

Layla wuchs in einer muslimischen Familie auf. Der Islam war für sie der natürliche Rahmen für ihr Leben. Durch christliche Arbeitskollegen hörte sie von Jesus; sie bat um eine Bibel und wurde davon gepackt. Die Verwandten waren aufgebracht und bedrohten und verprügelten sie.

Doch sie erlebte Gottes Wirken so befreiend, dass sie trotzdem entschied, Jesus nachzufolgen. Ihr Mann ließ sich scheiden und nahm ihre beiden Kinder weg. Layla wurde sogar für tot erklärt und musste weit fortziehen. Dort fand sie eine Gemeinschaft von Christen, die ihr moralisch und praktisch helfen. Wenn sie an ihre Kinder denkt, weint sie. Trotz allem findet sie Trost durch Jesus.

Layla hat dem Islam den Rücken gekehrt und folgt jetzt Jesus als Retter und Herrn nach. Aus Sicht ihrer Gesellschaft hat sie ihre Religionszugehörigkeit gewechselt und ist zum christlichen Glauben „konvertiert“. Das ist in vielen islamischen Ländern streng verboten, und doch geschieht es. Layla fühlt sich wie jemand, der aus der Dunkelheit ins Licht getreten ist (vgl. Eph. 5,8). Jesus bestimmt nun ihr Leben. Aber es gibt für sie und andere Nachfolger Jesu viele Herausforderungen. Wie können sie in ihrer Kultur Jesus nachfolgen? Wie sollen sie sich nennen? Die Bezeichnung „Christen“ ist für viele Muslime vieldeutig und negativ besetzt. Viel wichtiger ist doch das innere Anliegen, Jesus nachzufolgen und durch ihr Leben zu zeigen, was ein Christ ist. Wo finden sie Annahme und eine neue geistliche Familie? Wie sollen sie mit Ablehnung, Diskriminierung (manchmal auch von christlichen Gemeinden!) und oft auch Verfolgung umgehen?

Wir beten

  1. Dass Gott den Glauben von Nachfolgern Jesu wie Layla stärkt und sie bewahrt, gerade auch in Verfolgung.
  2. Dass Nachfolger Jesu Weisheit haben, welche Elemente ihrer Kultur sie weiter pflegen und welche sie aufgeben sollen.
  3. Dass christliche Gemeinschaften sich um die neuen Geschwister im Glauben kümmern und ihnen eine geistliche Heimat bieten.