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Die Fulani der Sahelzone

Tag 9

Türkei/Mittlerer Osten

Dienstag, 14. Mai 2019

Begegnung in der Türkei

© Foto: ZaidAbuTaha-PexelsCC

Von einer staubigen türkischen Straße trete ich in eine absolut saubere Wohnung. Sofort ziehe ich die Schuhe aus, um keinen Schmutz hineinzutragen. Ich werde von meiner Freundin mit Küssen und einem Lächeln willkommen geheißen. Sie bringt mir Hausschuhe und führt mich in ihren Salon, der ausschließlich für Gäste benutzt wird. Eine ältere Tante sitzt dort auf dem ehrenvollsten Platz, der am weitesten von der Tür entfernt ist. Ich küsse ihre Hand und führe sie als Zeichen der Ehrerbietung an meine Stirn. Dann setze ich mich und die Tochter meiner Freundin bringt mir „Kölnisch Wasser“, damit ich meine Hände reinigen kann.

Ich bekomme türkischen Kaffee, ein Glas Wasser und ein Stück Baklava (Strudelgebäck). Zu anderen Gelegenheiten wird Tschai (türkischer Tee) mit süßen oder salzigen Keksen serviert. Und zu besonderen Anlässen werde ich mit meiner ganzen Familie zu einem ausgiebigen Frühstück eingeladen, bei dem es viel Zeit zum Reden und unzählige Gläser Tschai gibt.

Wir reden über den arbeitslosen Sohn meiner Freundin und ihre gebrechliche Schwiegermutter. Inscha’ Allah („wenn Gott will“) werden sie Hilfe bekommen, aber in den Worten meiner Freundin klingt kein Vertrauen an, dass Allah sich tatsächlich darum kümmert. Sie nimmt mein Angebot, im Namen von Isa (Jesus) zu beten, sehr gern an – aber ist dann erstaunt, dass ich hier und jetzt bete.

Wir beten

  1. Dass Türken, für die Sauberkeit so wichtig ist, das Blut Jesu entdecken, das sie ein für alle Mal von aller Sünde reinigen kann (Joh. 13,8-10, Hebr. 10,19-22).
  2. Um Frieden in der Türkei und Weisheit für die Regierenden (1. Tim. 2,1-4).
  3. Für Gläubige in der Türkei, die mit ihren Gebeten Jesus in das Leben ihrer Familien und Freunde einladen.