Diese Seite gehört zur Deutschen Evangelischen Allianz (DEA)

Die Fulani der Sahelzone

Tag 14

Indien und Bangladesh/Südasien

Sonntag, 19. Mai 2019

Bengalische Muslime

© Foto: RidwanulKabis-Flickr

Auf einer bengalischen Hochzeit kann Gastfreundschaft recht penetrant wirken! Wenn man bei einer Hochzeit in einem Dorf schon so satt ist, dass man nichts mehr von dem köstlichen Reis und Fleisch-Curry essen kann, hält man die linke Hand über den Teller und deutet dadurch an, dass man nichts mehr essen will. Die linke Hand gilt nämlich als unrein. Der Gastgeber versucht jedoch schneller zu sein und den Teller wieder voll zu häufen und es wäre sehr unhöflich, das Essen zu verweigern.

Wenn man als Gast in einem bengalischen Haus ist, wird einem immer etwas zu essen oder trinken angeboten, selbst wenn die Familie selber um die tägliche Nahrung kämpfen muss. Gastfreundschaft anzubieten ist eine große Ehre.

Muslime im bengalischen Sprachgebiet bilden die Mehrheit der Bevölkerung Bangladeschs und sind die größte Minderheit unter den Hindus in den indischen Bundesstaaten West Bengalen und Assam. Mit etwa 185 Millionen sind sie nach den arabischen Muslimen die zweitgrößte muslimische Volksgruppe weltweit und vom Evangelium kaum erreicht. Doch in den vergangenen Jahren ist eine wachsende Zahl von bengalischen Muslimen zum Glauben an Jesus gekommen.

Wir beten

  1. Dass Gottes Wort wirkt (Hebr. 4,12), denn die Bibel wurde von William Carey schon 1809 ins Bengalische übersetzt.
  2. Um Frieden in den indischen Bundesstaaten, wo bengalische Muslime wegen der politischen und religiösen Spannungen einer ungewissen Zukunft entgegen sehen. 
  3. Für die wachsende Zahl von bengalischen Nachfolgern Jesu, dass sie in der Jüngerschaft gefördert werden, gute Gemeinschaft finden und in Verfolgung mutig sind.