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Die Fulani der Sahelzone

Tag 23

Mittlerer Osten

Dienstag, 28. Mai 2019

Die Beduinen des Morgenlandes

Einige Millionen Beduinen wohnen heute noch im östlichen Mittelmeergebiet (Syrien, Libanon, Jordanien, Israel und palästinensisches Autonomiegebiet), in der Region zwischen Euphrat und Sinai. Der Name Beduine kommt von Badija und bedeutet Wüste. Die meisten Beduinen leben inzwischen jedoch nicht mehr als Viehhirten und Nomaden, sondern sind in Dörfern und Städten sesshaft geworden. Doch die überlieferte Tradition der Gastfreundschaft hat bis heute nicht an Bedeutung verloren.

Gäste stehen unter dem Schutz der Beduinen, solange sie bei ihnen sind und werden großzügig verwöhnt. Vor dem Essen wird den Gästen eine Tasse Tee serviert. Dann bekommen sie immer das allerbeste Essen. Der etwas bitter schmeckende arabische Kaffee, der in der Regel am Ende eines Besuches angeboten wird, hat eine symbolische Bedeutung und signalisiert den Abschluss und die Besiegelung nach Besprechungen, Friedensverhandlungen oder nach einem Handel. Man kann mit bestimmten Handbewegungen mit der Tasse signalisieren, ob man Nachschub möchte oder nicht. Die meisten Beduinen sind Muslime, die bisher noch kaum oder nichts von Jesu Liebe für sie gehört haben. Diese stolzen und freiheitsliebenden Menschen haben es nicht einfach, die Frohe Botschaft zu verstehen. Es gibt bisher nur Einzelne, die Jesus nachfolgen. Die Scheichs haben großen Einfluss, sie sind für ihre Stammesangehörigen Befehlshaber und Richter.

Wir beten

  1. Für die Beduinen, die zusätzlich zu den schwierigen Bedingungen des Nahen Ostens, wie Krieg und Arbeitslosigkeit, auch durch ihre Traditionen eingeschränkt sind.
  2. Dass diese freiheitsliebenden Menschen die Freiheit durch das Evangelium kennenlernen (Joh. 8,36).
  3. Für die Scheichs der Beduinen, dass sie ihren Einfluss in guter Weise nutzen.