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Die Fulani der Sahelzone

Tag 1

Die Sahelzone von Afrika

Montag, 6. Mai 2019

Die Fulani der Sahelzone

Das Geschirr von gestern türmt sich beim Eingang von Issata‘s Erdhütte auf. Die Gäste, die vor drei Monaten angekommen sind, schlafen immer noch in ihrem Zelt. Erfrischt von einem Hibiskusgetränk, gestärkt durch Hirse-Couscous und FischEintopf sind sie zu Bett gegangen. Issata steht auf, wäscht sich das Gesicht, Hände und Füße und beugt sich zum Gebet nieder.

Issata* ist eine Fulani Frau. Die Fulani sind das größte Nomadenvolk weltweit und die größte vom Evangelium noch unerreichte Volksgruppe in Afrika. Sie ziehen von Ost- nach Westafrika durch den Sahel. Wie viele Fulani Frauen lebt Issata neun bis zehn Monate im Jahr ohne ihren Mann. Als Viehhirten oder Händler sind die Männer unterwegs, während die Frauen in kleinen Dörfern auf ihre Rückkehr warten.

Issata’s Leben dreht sich um koddirgal - den höchsten Wert der Fulani-Kultur: Gastfreundschaft! Nie fragt sie einen Gast, wie lange er zu bleiben gedenkt, nie würde sie ihn um einen Beitrag zu ihrer Arbeit oder Essenskosten bitten. Sie wird ihm großzügig und gerne dienen bis er wieder abreist, sei es während Stunden oder gar Jahren. Das ist die Art der Fulani, wofür Issata ein wunderbares Beispiel ist.

*Namen von Personen sind aus Sicherheitsgründen geändert

Wir beten

  1. Um Gottes Schutz und Versorgung der allein lebenden Fulanifrauen (1. Kön. 17,7 - 15).
  2. Dass das Evangelium die 35 Mio. muslimischen Fulani erreicht, die quer durch den Sahel unterwegs sind.
  3. Dass Fulanifamilien, wenn sie Gastfreundschaft üben, denjenigen erkennen dürfen, der sagt: „Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm halten und er mit mir“ (Offb. 3,20).