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Die Fulani der Sahelzone

Tag 12

Sudan/Ostafrika

Freitag, 17. Mai 2019

Die Masalit im Sudan

Nach stundenlanger Fahrt kommen die jungen Männer bei Sonnenuntergang in einer staubigen Grenzstadt zwischen dem Sudan und dem Tschad an. Freundliche Gesichter und Rauch füllen die Straßen und der Ruf vom Minarett hallt über die strohgedeckten Dächer. Mit freudiger Erwartung treten sie in eine Hütte ein. Wie lange es schon her ist, seit sie ihre Heimat verlassen haben!

Sie sind vom Stamm der Masalit, einer der größten und ärmsten ethnischen Gruppen in Darfur. Acht Millionen Menschen in Dutzenden von muslimischen Volksgruppen leben in dieser Region, nur wenige haben von Jesus gehört. Der Bürgerkrieg hat das Land verwüstet und die Masalit zerstreut. Bis heute versuchen manche, mit kleinen Booten und großen Träumen das Mittelmeer zu überqueren, andere schürfen in der Sahara Gold oder suchen in den Slums der afrikanischen Megastädte Zuflucht. Doch alle tragen die Hoffnung im Herzen, eines Tages wieder heimkehren zu können.

„Kinde!“ so grüßen sie die Gruppe, die im Schatten eines Baumes sitzt. Überraschung – und dann große Freude! Vor zwölf Jahren haben sie als Jungs die Heimat verlassen. Nun kehren sie als Männer zurück. Nachbarn kommen, Schafe werden geschlachtet, die Trommeln herausgeholt und dann geht die Feier los! Wie in alten Tagen: Kirimta trinken und vor Freude hochspringen, so hoch wie die Sterne, bis sie im Sonnenuntergang verschwinden. Für einige kostbare Momente geraten die Alltagssorgen in den Hintergrund.

Wir beten

  1. Um den Wiederaufbau der Region und Versöhnung mit denen, die den Masalit Schaden zugefügt haben.
  2. Für eine gute Regenzeit, damit die Menschen ernten können und nicht hungern müssen.
  3. Dass Gottes Segen wie ein ergiebiger Regen fällt, so dass die Masalit „…die großen Taten Gottes verkünden, der euch aus der Finsternis befreit und in sein wunderbares Licht geführt hat“ (1. Petr. 2,9).