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Die Fulani der Sahelzone

Tag 26

Weltweit

Freitag, 31. Mai 2019

Die Nacht der Kraft

Am 27. Tag im Monat Ramadan ist die sogenannte Nacht der Kraft (Laylat al-Qadr). Nach dem Mondkalender beginnt dieser Tag mit dem Sonnenuntergang am 26. Tag (also heute Nacht). Die Feier erinnert an jene Nacht, als dem Propheten Muhammad die ersten Verse des Korans offenbart wurden. Es wird angenommen, dass dies an einem ungeraden Datum der letzten zehn Tage des Ramadan stattfand. Da Muslime diese Nacht als etwas so Besonderes sehen und sie nicht verpassen wollen, praktizieren viele I’tikaf, d.h. sie bleiben während der letzten zehn Tage des Ramadan durchgehend in der Moschee, um dort zu beten und den Koran zu rezitieren.

Muslime glauben, dass die Gebete dieser Nacht mehr wert sind als die Gebete während 1000 Nächten in anderen Monaten. Sünden werden in dieser Nacht eher vergeben als in anderen. Auch die Belohnung für wohltätige Handlungen wird bedeutend größer eingeschätzt als zu anderen Zeiten des Jahres.

Die Nacht der Kraft wird auch „Nacht des Schicksals“ genannt, weil manche Muslime glauben, dass Gott in dieser Nacht das Schicksal jedes Gläubigen festlegt. Was auch immer einer gläubigen Person im darauffolgenden Jahr passieren mag, wird in dieser Nacht beschlossen. Diese Vorstellung motiviert viele Muslime, sich beim Ritualgebet und den Bittgebeten besonders anzustrengen.

Wir beten

  1. Dass Jesus sich durch Träume und Visionen deutlich offenbart. Muslime suchen Gott in dieser Nacht bewusster als in jeder anderen Nacht.
  2. Wofür Muslime wohl Gott in dieser Nacht des Schicksals bitten? Um was würden wir bitten? Wir lassen uns von Matthäus 7,7-11 anregen. 
  3. Gemeinsam mit allen, die weltweit an der Aktion „30 Tage Gebet für die islamische Welt“ mitmachen, beten wir, so wie Jesus uns lehrte: „Dein Reich komme!“ (Matth. 6,9-13)