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Die Fulani der Sahelzone

Tag 18

Eritrea und Äthiopien/Ostafrika

Donnerstag, 23. Mai 2019

Die Saho in Eritrea und Äthiopien

Seit dem Grenzkonflikt zwischen den beiden Ländern Eritrea und Äthiopien (1998-2000) und einer langen Zeit im Kriegszustand, ist nun endlich Friede eingekehrt! Nach der Fahrt auf der staubigen Piste erreichen wir eine kleine Ortschaft. Wir werden von einem einheimischen Gläubigen empfangen. Er reicht uns Kaffee und Popcorn, das noch warm ist. Wir trinken Kaffee und warten…

Es gibt keine genauen Angaben über die Zahl der Saho. Schätzungen gehen von 300.000 Menschen aus. Die Saho sind Muslime und leben als Bauern und Viehzüchter. Seit der Unabhängigkeit Eritreas im Jahr 1993 trennt eine Grenze das ursprüngliche Stammesgebiet. Auf beiden Seiten standen lange Zeit Soldaten, Panzer und Kanonen. Unter den Saho gibt es eine kleine katholische Minderheit, ein Resultat der italienischen Besatzungszeit vor dem 2. Weltkrieg. Erstaunlicherweise gibt es aber nur einige wenige Bibelteile in der Saho- Sprache. Weitere Übersetzungen sind im Gange.

Nach längerer Wartezeit trifft Tesfay ein. Er war sechs Stunden zu Fuss in den Bergen unterwegs, um uns zu treffen. Sein großes Anliegen ist, seinen Landsleuten von Jesus zu erzählen. Er freut sich sehr, dass wir den weiten Weg gefahren sind, um ihn zu sehen. Es bedeutet ihm viel, mit uns zu sprechen und zu beten. Wir werden in Verbindung bleiben und freuen uns zu hören, was Gott unter den Saho wirken wird.

Wir beten

  1. Um Gottes Schutz für die Gläubigen vor Verfolgung und Ausgrenzung.
  2. Für Tesfays muslimische Freunde, die es nicht leicht haben, in der gebirgigen Gegend dem Boden das tägliche Brot abzuringen.
  3. Wir danken Gott für den Friedensvertrag zwischen Eritrea und Äthiopien, der endlich geschlossen wurde, und beten, dass er hält.