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Die Fulani der Sahelzone

Tag 25

Turkmenistan/Zentralasien

Donnerstag, 30. Mai 2019

Die Turkmenen in Zentralasien

Von den acht Millionen Turkmenen leben etwa fünf Millionen in Turkmenistan. Die Hauptstadt Aschgabat fällt durch prunkvolle Gebäude aus weißem Marmor auf. Die Menschen in Turkmenistan werden systematisch überwacht und von der Außenwelt abgeschirmt, die Medien streng kontrolliert und zensiert. Der Präsident fordert göttliche Verehrung. Die meisten Turkmenen sind Muslime. Es gibt nur sehr wenige Nachfolger Jesu unter ihnen.

Gülbibi lebt mit ihren drei Kindern in einer sehr einfachen Einzimmerwohnung. Sie teilen sich das Bad mit anderen Familien auf demselben Stock. Eines Tages musste Gülbibi entdecken, dass ihr Mann das wenige für Notfälle in der Wohnung versteckte Geld entdeckt und mitgenommen hatte. Zur gleichen Zeit betete ich für sie und hatte den Eindruck, dass ich ihr die Zutaten für das Nationalgericht Pilaw vorbeibringen sollte. Sie war davon tief berührt und lud mich zum Tee ein. Nach turkmenischer Sitte legte sie ein Plastik-Tischtuch auf den Boden, und wir setzten uns drum herum auf den Teppich. Bald genossen wir heißen grünen Tee in kleinen Schalen, Süssigkeiten, Brot, Gurken, Tomaten und eine Joghurtsauce. Wir schwatzen, erzählten aus unserem Leben und sprachen über unseren Glauben. Schließlich beteten wir, indem wir die Hände hochhielten und einander segneten. Obwohl wir unterschiedliche Vorstellungen in unserem Glauben haben, fühlten wir uns verbunden.

Wir beten

  1. Dass die Menschen in Turkmenistan mehr Freiheit bekommen, die staatliche Ideologie durchschauen und sich auf die Suche nach der Wahrheit machen.
  2. Für die Turkmenen, die einen Anfang im Glauben gemacht haben oder Wunder Gottes erlebt haben, dass sie weiter Jesus suchen und im Glauben wachsen.
  3. Für die wenigen einheimischen Nachfolger Jesu, die unter starker Überwachung leben (Joh. 17,15-18).