Diese Seite gehört zur Deutschen Evangelischen Allianz (DEA)

Die Fulani der Sahelzone

Tag 20

China/Ostasien

Samstag, 25. Mai 2019

Die Uiguren in China

Uigurische Gastfreundschaft ist überwältigend! Es ist ihre Art, Gäste zu ehren. Anlässlich eines Festes lud uns Mahmud in sein Elternhaus ein. Wir setzten uns, um eine mit Früchten, Gebäck und Naan (dem leckeren Fladenbrot) gedeckte Tafel und tranken wohlriechenden Tee. Nach einer Weile kamen die Gastgeber mit Wasser, gossen es über unsere Hände und reichten uns ein Tuch.

Dann begann das Essen! Feierlich brach Mahmud’s Vater ein Naan in Stücke und gab uns davon weiter. Wir tunkten es in einen Gemüseeintopf mit gebratenen Lammstücken. Als nächstes kamen hausgemachte Nudeln, später wurden noch Kürbis und Fleischklöße serviert. Wir hatten mehr als genug gegessen, als nach einigen Stunden riesige Platten mit Pilawreis und gekochtem Lamm serviert wurden, das früh am Morgen geschlachtet worden war. Schließlich machte der Vater ein Zeichen: Alle erhoben ihre Hände, während er ein Dankgebet sprach. Mit den Handflächen auf unseren Gesichtern sagten wir „Amen!“

In China werden die muslimischen Uiguren unterdrückt. Sie werden gezwungen, sich politisch wie auch kulturell der Staatsphilosophie anzupassen. Oft geschieht das in Umerziehungslagern der Regierung. Sie müssen neue Wege finden, wie sie ihre Kultur leben und erhalten können. Religiöse Versammlungen sind verboten. Die wenigen Nachfolger Jesu stehen zwischen allen Fronten, haben Angst, sich in kleinen Gruppen zu treffen und fühlen sich einsam.

Wir beten

  1. Dass den rund 10 Mio. Uiguren Freiräume gewährt werden, ihre Kultur zu erhalten.
  2. Dass uigurische Nachfolger Jesu trotz schwerer Umstände ein Zeugnis für ihre mehrheitlich muslimischen Nachbarn sein können. 
  3. Dass Uiguren Geborgenheit in Gott kennen lernen, wie es in Psalm 121 ausgedrückt wird.