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Die Fulani der Sahelzone

Tag 3

Mali/Westafrika

Mittwoch, 8. Mai 2019

Ein Glas Tee in Mali

© Foto: Gjermund Lygre

Mali ist ein Binnenstaat in Westafrika mit 18 Millionen Einwohnern. 90 % davon sind Muslime. Mali war früher ein friedliches Land, doch seit 2012 gibt es im Norden des Landes Unruhen und Konflikte, die von militanten islamistischen Gruppierungen ausgelöst wurden. Gewalt und eine instabile Regierung haben Armut und ethnischen Spaltungen die Tür geöffnet.

Ein Sprichwort jedoch wird von allen Stämmen in Mali hochgehalten: „Der Fremde ist mehr Wert als du!“ Wenn ein Fremder in ein Dorf kommt, wird er immer eine Familie finden, die ihm Obdach, Essen und Wasser anbietet. Selbst jene, die nicht viel haben, teilen ihr Essen mit einem Reisenden. Ein Ausländer bekommt sogar einen lokalen Familiennamen. Auf diese Weise erhält er einen Platz in der Gesellschaft und wird als Angehöriger der ethnischen Gruppe behandelt, zu der diese Familie gehört.

Aber was in Mali wirklich verbindet, ist das gemeinsame Tee-Trinken mehrmals am Tag. Jeden Nachmittag sieht man Männer, die sich auf der Straße, an Straßenecken, vor einem Haus oder neben dem Dorfladen um eine Teekanne versammeln. Einen guten Tee zu machen braucht Zeit – Zeit, in der über Familie, Politik, Religion oder Fußball diskutiert wird.

Wir beten

  1. Durch Korruption, Gewalt, Vorurteile und Extremismus werden Nationen zerstört; aber durch Ehrlichkeit, Frieden, Einheit und Barmherzigkeit werden sie aufgebaut. Wir segnen Mali mit Psalm 67,1-6.
  2. Dass viele Malier in der Familie von Christus willkommen geheißen werden dürfen (Eph. 2,18-20).
  3. Für diejenigen, die in Mali arbeiten, um das Evangelium zu verkünden, und um mehr Gläubige in den Ortsgemeinden, die ein Licht für ihre Nation sind.