Diese Seite gehört zur Deutschen Evangelischen Allianz (DEA)

Die Fulani der Sahelzone

Tag 22

Pakistan/Südasien

Montag, 27. Mai 2019

Gastfreundschaft in Kohistan

Kohistan ist ein bergiges Gebiet im Norden Pakistans am Indus-Fluss und seinen Seitentälern. Dort leben ca. 600.000 Kohistanis, die in Stammesgesellschaften organisiert sind. Sie wurden im 17. Jahrhundert islamisiert und sind seit 1976 in den pakistanischen Staat eingegliedert. Der Fluss Indus trennt die beiden noch wenig erforschten Sprachgruppen, Shina und Indus-Kohistani. Bis heute wird die Rechtsprechung meistens von den Dorfältesten ausgeübt. Zufluchts-Türme bieten Schutz vor dem Feind, bis das Urteil gesprochen ist oder eine Einigung der Beteiligten erfolgt. Wegen Angst vor Blutrache und Arbeitslosigkeit leben viele Kohistanis außerhalb Kohistans. Nur sehr wenige kennen Jesus als ihren Retter.

Heute besuche ich mit meinen beiden Kindern eine Familie im oberen Dorfteil. Meine Freundin unterbricht ihre Wäsche, um mir das schwere Tor zu öffnen, und bietet mir einen Platz auf dem Bett an, das im Hof steht. Ihre großen Kinder sind in der Koranschule, die kleinen spielen im Hof mit Murmeln. Meine Kinder gesellen sich dazu. Die Familie ist arm. Meine Freundin kocht einen Tee und holt extra für mich etwas Milch von der Ziege. Sie selbst trinkt ihren Tee ohne Milch. Nach dem Tee fühle ich mich erfrischt und erzählte ihr von der Einladung Jesu an die Geplagten und Niedergedrückten.

Wir beten

  1. Um einen besseren Zugang zur Gesundheitsversorgung in diesem abgelegenen Gebiet.
  2. Dass mehr Kohistanis Jesus als Retter erkennen und ihren Glauben weitergeben, damit Vergebung und Versöhnung geschehen kann anstelle von Rache und Entzweiung.
  3. Dass die Erforschung der Sprachen vorangeht, die Bibel übersetzt werden kann und noch viele Menschen Lesen und Schreiben lernen.