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Die Fulani der Sahelzone

Tag 27

Jordanien/Naher Osten

Samstag, 1. Juni 2019

Jordanien - Mit Gottes Belohnung rechnen!

Das Leben der Jordanier ist stark vom Islam und jahrhundertealten Traditionen geprägt. Eine Faustregel der Einheimischen ist beispielsweise, dass sie einen Fremden mindestens drei Tage lang aufnehmen müssen und ihn mit Essen, Trinken und einem Platz zum Schlafen zu versorgen haben. In einer Zeit der Inflation und zunehmender Armut eine besondere Herausforderung! Die meisten der acht Mio. Jordanier sind Muslime, doch es gibt eine kleine Anzahl Christen (zwischen 2,5 und 4 %). Diese haben oft wenig Kontakt mit der muslimischen Bevölkerung. Wenn ein Muslim Christus-Nachfolger wird, erfährt er viel Druck von Familie und Gesellschaft und gilt als Verräter. Ehrenmorde sind in solchen Fällen nicht ungewöhnlich. Während des Ramadan wurden wir zum Abendessen eingeladen: Ein enormes Buffet!

„Fatma, warum ist dir Gastfreundschaft so wichtig?“ fragte ich meine Freundin. Sie antwortete: „Aus kulturellen und religiösen Gründen. In unserer Kultur gilt es als Schande, einem Gast gegenüber nicht großzügig zu sein. Ich möchte aber auch großzügig sein, um Gott zu gefallen. Speziell während des Ramadan ist die Chance groß, dass Gott uns unsere Sünden vergibt und unsere guten Taten vor ihm vervielfacht werden. Ich erwarte von den Gästen nichts zurück – ich will keine weltliche Belohnung. Ich erwarte meinen Lohn von Gott!“

Wir beten

  1. Dass die Regierung Weisheit hat in Bezug auf die Entwicklung der Wirtschaft; die 600.000 bis eine Mio. syrische Flüchtlinge sind eine schwere Belastung.
  2. Dass die Menschen verstehen, dass nicht die guten Taten, sondern unser Glaube Gewissheit des Heils schenkt (Röm. 3,28). 
  3. Um Mut und Weisheit, im muslimischen Umfeld den Glauben zu leben und mit anderen zu teilen.