Diese Seite gehört zur Deutschen Evangelischen Allianz (DEA)

Die Fulani der Sahelzone

Tag 29

Europa

Montag, 3. Juni 2019

Migranten in Europa

In einer Jugendhaftanstalt in Westeuropa, wo Rassismus, Ablehnung und das Potenzial für Radikalisierung Alltag sind, setzen sich einige Mitarbeiter dafür ein, Beziehungen zu bauen und Herzen zu gewinnen, selbst in der Begrenzung eines Gefängnisses. Sie berichten:
„Mit einigen Insassen begannen wir eine Gesprächsgruppe, darunter waren Christen und Muslime. Wir wollten aufeinander hören und herausfinden, was den jeweils anderen wichtig ist. Ein muslimischer Häftling aus Asien hat die besondere Gabe, eine angenehme Atmosphäre für die Abende zu schaffen. Er kommt mit einer Tüte von Süßigkeiten und geht während des Treffens umher, um jeden mit Tee und Keksen zu versorgen. Er sorgt auch dafür, dass die Stimmung gut bleibt und wendet das Gespräch von Themen ab, welche im Moment noch eine Überforderung bedeuten würden. Sein Anliegen ist, dass Muslime und Christen Freunde werden und sich mit Respekt behandeln, trotz ihrer Unterschiede.“

Die Regierungen in Europa tun sich mit der Flüchtlingssituation schwer. Es gibt keine einfachen Lösungen für die Spannungen, die durch Migration und die verschiedenen Kulturen verursacht werden. Aber Gastfreundschaft kommt dem sehr nahe, wie Jesus auf Menschen reagiert hat. Unsere Herzen und Wohnungen zu öffnen, unser Leben zu teilen mitten in all dem Durcheinander unserer Welt, das ist eine Sprache, die auch Muslime verstehen. Viele sprechen sie selber – selbst in einer Haftanstalt.

Wir beten

  1. Für Regierungen, Behörden, Organisationen und Kirchen, dass sie weise und angemessen auf die Herausforderungen der Asylsituation reagieren.
  2. Dass Christen den Auftrag, sich um Fremde zu kümmern (Mt. 25,34-40), ernst nehmen, indem sie in praktischer Weise Flüchtlingen helfen und Gastfreundschaft zeigen.
  3. Wir lassen uns von der Geschichte in Lukas 19,1-10 im Gebet leiten.