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2020

Tag 9

Globale Bewegungen

Samstag, 2. Mai 2020

Die Ahmadiyya Muslim Jamaat

Die Ahmadiyya Muslim Jamaat wurde im indischen Bundesstaat Punjab von Hazrat Mirza Ghulam Ahmad (1839-1908) gegründet. Er erklärte sich zum verheißenen Messias und Mahdi (islamischer Reformer). Christliche, hinduistische und traditionell islamische Lehren, dass Jesus als Mahdi zurückkehren​​​​​​​ würde, wies er zurück.

Die Ahmadiyya glauben, dass die erwartete zweite Wiederkunft Jesu sich mit dem Kommen von Ghulam Ahmad erfüllt habe. Sie verstehen sich selbst als Muslime, werden aber von anderen abgelehnt, da ihre Lehre nach Sicht der meisten Muslime mit dem traditionellen Islam unvereinbar ist. Die weltweit etwa 10 Mio. Ahmadiyya gelten als friedliebend, sind sehr missionarisch, haben viele Ansätze und Methoden der christlichen Mission übernommen, aber lehnen die christliche Lehre bewusst ab. Ihre Ansichten und Lehren sind attraktiv für gebildete Menschen, aber auch Christen mit wenig Wissen über den christlichen Glauben lassen sich ansprechen.

Die Bewegung verbreitete sich von Indien aus entlang der Küste Afrikas. 1921 erreichte sie Ghana, wo sie mit geschätzten 635.000 Anhängern sehr einflussreich ist. Die Ahmadiyya trug wesentlich zur nationalen Entwicklung in Ghana und Westafrika bei. Auch in Europa ist die Bewegung aktiv und in Deutschland als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt.

Wir beten

  1. DASS DIE AHMADI die Wahrheit über Jesus erkennen und seine Kraft erleben (Matthäus 16,13-19).
  2. DASS SICH der soziopolitische und wirtschaftliche Einfluss der Ahmadiyya in Ghana positiv auswirkt und die Anhänger sich für das Evangelium öffnen.
  3. DASS DIE gemäßigte Haltung zu einer Herzensveränderung bei den Ahmadis führt, sie sich für Jesus öffnen und die islamische Welt in Richtung eines friedlichen Zusammenlebens mit anderen Religionen beeinflussen.
© Photo: Wikimedia CC