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2020

Tag 24

Globale Bewegungen

Sonntag, 17. Mai 2020

Kulturmuslime

Der Begriff „Kulturchristen“ (oder „nominelle Christen“) bezeichnet Menschen, die in einem christlichen Umfeld aufgewachsen sind, allgemeine christliche Werte akzeptieren und vielleicht auch an christlichen Bräuchen teilnehmen, für die der christliche Glaube im Alltag aber keine wirkliche Rolle spielt. Ein Kulturchrist kann Atheist oder Agnostiker sein, sich vielleicht als „spirituell, aber nicht religiös“ bezeichnen und manche Ausdrucksformen des christlichen Glaubens vehement ablehnen.

Bei „Kulturmuslimen” ist es ähnlich. Die Hingabe an die Religion sinkt auch in manchen muslimischen Gemeinschaften. Das liegt oft daran, dass die Menschen durch Extremismus und Gewalt, korrupte religiöse Führer und die Einschränkungen durch religiöse Regeln frustriert sind. Ein Kulturmuslim bezeichnet sich als Muslim, ist aber nur oberflächlich oder gar nicht religiös.

Kulturmuslime gibt es überall auf der Welt, aber besonders in Europa, Zentralasien, Nordamerika und Teilen des Nahen Ostens und Südostasiens. Untersuchungen haben ergeben, dass nur 1 % der Muslime in Aserbaidschan und 5 % in Albanien regelmäßig zur Moschee gehen. Nur 2 % der Muslime in Kasachstan und 14 % in Bosnien-Herzegowina verrichten die Gebete fünfmal am Tag.

Weltweit verändert sich die Rolle der Religionen. Muslime fragen sich deshalb, genau wie die Anhänger anderer Religionen, was ihre wirkliche Identität innerhalb und auch außerhalb ihrer traditionellen Gemeinschaften ist.

Wir beten

  1. DASS MUSLIME, die sich nach einem bedeutungsvollen Glauben sehnen, finden, wonach sie suchen (Matthäus 6,33).
  2. DASS NACHFOLGER Jesu sich mehr von ihm prägen lassen und ein glaubwürdiges und attraktives Zeugnis sind (Johannes 13,34-35).
  3. PSALM 111 für Kulturmuslime.