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2020

Tag 8

Schweiz / Europa

Freitag, 1. Mai 2020

Muslime in der Schweiz zwischen Liberalismus und Salafismus

Von den 400.000 Muslimen in der Schweiz haben etwa 150.000 das Schweizer Bürgerrecht. Wie die Einzelnen ihren Glauben verstehen und leben, ist recht unterschiedlich.

Säkular und liberal
Eine Mehrheit der Muslime lebt in einer diffusen Zugehörigkeit zum Islam. Vor allem junge Menschen betrachten sich häufig als „nicht praktizierend“: Heute wollen sie das Leben genießen und später anfangen, sich an die Regeln ihrer Religion zu halten. Trotzdem ehren sie aus Angst vor der westlichen Postmoderne ohne Familienzusammenhalt ihre muslimische Identität.

Selbstbewusst und islamisch
Der Schweizer Tariq Ramadan kämpft seit den 90er Jahren für eine Schweizer-muslimische Identität. Er erreicht damit sozial engagierte, gebildete Muslime, die auf der Suche nach Gleichberechtigung neben der (post-)christlichen Mehrheitsgesellschaft sind. Sein Reform-Salafismus stellt eine Alternative zum säkularen Kapitalismus dar, wird aber von manchen als eine Bewegung hin zum Islamismus eingestuft.

Konservativ und streng
Die meisten Moscheen in der Schweiz werden von Albanern geführt. Saudi-Arabien hat große Summen in die wahhabitische Ausbildung von albanischen Imamen investiert. Sie lehren die weltweite Herrschaft des Islams. Die meisten so geprägten Muslime wenden diese strenge Auslegung auf ihren persönlichen Glauben an. Dennoch: Nur eine sehr kleine Minderheit der Muslime hofft, die säkulare Schweizer Gesellschaft in eine islamische Gesellschaft umzuwandeln.

Wir beten

  1. MIT SPRÜCHE 17,17, dass Christen und Muslime in der Schweiz trotz ihrer unterschiedlichen Überzeugungen gute Freunde sein können und sich radikale Ideen nicht durchsetzen.
  2. DASS CHRISTEN das Gespräch mit Muslimen unterschiedlicher Prägungen suchen und ihnen die Gute Nachricht von Jesus Christus nahebringen.
  3. DASS MUSLIME da aufgesucht werden, wo sie sind, sie so geliebt werden wie sie sind und sie in Jesus ihre Identität finden.