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2020

Tag 2

Türkei / Naher Osten

Samstag, 25. April 2020

Sufismus in der Türkei

Der Sufismus ist in vielen Teilen der islamischen Welt weit verbreitet. Er entstand kurz nach dem Aufstieg des Islams und betont die innere, spirituelle (mystische) Dimension des muslimischen Glaubens. Sufis suchen die Vereinigung mit Gott durch Selbstaufopferung und ekstatische Meditationsformen, wie das Sprechen oder Tanzen in Trance. Ein Beispiel dafür sind die türkischen Mevlevi-Derwische, die sich während ihres Tanzes um die eigene Achse drehen.

Jeder Sufi ist Mitglied eines Ordens, geleitet von einem mächtigen und einflussreichen Scheich, der seine Abstammung auf den Propheten Mohammed zurückführt. Die Orden beeinflussen nicht nur ihre Schüler, sondern die ganze Gesellschaft, in der sie leben. In der Türkei sind die meisten Muslime in irgendeiner Weise vom Sufismus geprägt. Besonders der Naqschbandi-Orden ist sehr bekannt und hat wichtige politische Führer beeinflusst. In einigen anderen muslimischen Ländern sind Sufi-Orden verboten, weil sie politisch aktiv sind. Trotzdem existieren und gedeihen sie in der gesamten muslimischen Welt.

Das Ziel eines Sufis ist es, sich auf eine Reise zu begeben, um sich von den Dingen dieser Welt zu befreien und sich auf die Liebe Gottes zu konzentrieren. Unter der Führung des Meisters beginnt ein Sufi mit dem Gesetz (scharia), das die fünf Säulen des Islams umfasst. Das Ende der Reise ist vollkommenes Wissen und eine „Schau (Vision) Gottes“.

Wir beten

  1. DASS SUFIS, die eine Vereinigung mit Gott suchen, diese in Jesus finden (2. Petrus 1,3-5).
  2. IN DER TÜRKEI, mit einer Bevölkerung von 80 Mio., gibt es einige Tausend Nachfolger Jesu. Dass sie ihren Glauben effektiv Muslimen weitergeben, die vom Sufismus geprägt sind.
  3. NACH PSALM 36,6-10 für Sufis und diejenigen, auf die sie einen Einfluss haben.
© Photo: Flickr CC Christopher Rose