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2021

Tag 27

Ghana

Sonntag, 9. Mai 2021

Accra, Ghana

Der Islam ist in Ghana eine Minderheit, 70 % der Einwohner des Landes sind Christen. In der Regel leben die verschiedenen Gruppen friedlich zusammen. Tausende von Muslimen ziehen vom ländlichen Norden in die wohlhabenderen städtischen Gegenden im Süden. Darunter sind viele junge Mädchen und Frauen. Sie arbeiten, ihre Lasten auf dem Kopf tragend, auf dem Markt und in den Straßen. Allein in Accra gibt es etwa 180.000 dieser als Kayaye bekannten Mädchen. Sie essen und schlafen am Straßenrand oder in LKW Höfen und auf Marktplätzen und sind Gefahren wie Betrug, Missbrauch und Diebstahl ausgesetzt.

Habiba musste ihr Zuhause verlassen, weil ihre Eltern sich das Schulgeld nicht mehr leisten konnten. Tagsüber arbeitet sie hart, isst wenig und versucht, so viel wie möglich anzusparen. Die Kayaye werden oft von oben herab behandelt. Ohne Schulbildung, ärmlich angezogen und ohne Raum zum Schlafen, verdienen sie in den Augen vieler Menschen keinen Respekt. Christliche Gruppen bieten Frauen mit Kindern medizinische Behandlung, Bildung und Gesundheitsschulung an. Diese tragen dazu bei, dass sich die Lebensumstände vieler dieser Kayaye in Accra verbessern. In der wirtschaftlichen Krise durch COVID-19 haben Christen Mitgefühl und Freigiebigkeit gezeigt. Eine Gruppe verteilte 2020 im ersten Halbjahr 2.300 Lebensmittelpakete an Frauen und Kinder, die auf der Straße schlafen.

Wir beten

  • Um Schutz für Körper, Seele und Geist und die Möglichkeit eines würdevollen Lebens für die Mädchen und Frauen in Accra. (Jesaja 58,9-11)
  • Um Trost und Beistand, weil COVID-19 auch hier Menschen aus dem Leben gerissen und viele noch tiefer in existenzielle Nöte getrieben hat.
  • Um kreative Ideen, wie Christen ihr Leben mit den Kayaye teilen und die Gute Nachricht weitersagen können. (Apostelgeschichte 2,42-47)