Diese Seite gehört zur Deutschen Evangelischen Allianz (DEA)

2021

Tag 8

Österreich

Dienstag, 20. April 2021

Graz, Österreich

Graz liegt im Südosten Österreichs und ist mit knapp 300.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Alpenrepublik. Neben einem reichen Schatz an Kunst und Kultur wird die Stadt vor allem durch die vielen Studenten geprägt. Mit einem Ausländeranteil von 25 %, der jährlich wächst, bietet sich in der Innenstadt und den Parks ein multikulturelles Bild. Im Zuge der Flüchtlingsbewegung von 2015 kamen vor allem viele Afghanen und Syrer, aber auch Iraner und Iraker nach Graz. Fünf Jahre später sind viele von ihnen immer noch hier. Das Gefühl von gelebtem „Multikulti“, das man etwa in der „Bim“ (der Straßenbahn) bekommt, entspricht dabei jedoch nur bedingt der Einstellung der einheimischen Bevölkerung. Die Durchmischung auf den Straßen spiegelt sich nur selten in Freundschaften und Beziehungen wieder. Österreichern fällt es leichter, Osteuropäer zu akzeptieren als Geflüchtete, denen gegenüber es viele Vorbehalte gibt.

Auch Christen fällt es nicht unbedingt leicht, solche Beziehungen aufzubauen. Es ist nicht einfach für Muslime, die am christlichen Glauben interessiert sind, Anschluss in einer einheimischen Gemeinde zu finden. Gleichzeitig beginnen gerade viele Afghanen und Iraner, den Islam zu hinterfragen. Umso schmerzlicher, wenn sie dann niemanden finden, der ihnen Antworten geben kann.

Doch Gott ist am Wirken. Muslime kommen zum Glauben an Jesus. In den letzten Jahren sind Bibelkreise und Glaubenskurse entstanden - und ihre Teilnehmer tragen ihrerseits das Evangelium weiter zu ihren Freunden und Familien.

Wir beten

  • Dass Einheimische Ängste und Vorbehalte gegenüber den „Eindringlingen“ überwinden. (Philipper 3,20)
  • Dass viele Muslime bei ihrer Suche nach Wahrheit auf Nachfolger Jesu treffen, Gottes Wort in die Hände bekommen und anfangen, Jesus zu folgen.
  • Um mehr Leiter unter den ehemaligen Muslimen und den Mut, das Evangelium weiterzugeben.