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2021

Tag 20

Kenia

Sonntag, 2. Mai 2021

Nairobi, Kenia

Nairobi ist die Hauptstadt Kenias und hat etwa 4,3 Mio. Einwohner. Die muslimische Bevölkerung setzt sich vor allem aus Menschen zusammen, die irgendwann einmal zugewandert sind: Nubis, die Mitte des 19. Jahrhunderts ins Land kamen, Swahili-Muslime aus der Küstenregion und Somalis aus dem Nachbarland.

Im Stadtteil Eastleigh (Little Mogadischu) lebt die drittgrößte Gemeinschaft von Somalis in Afrika außerhalb ihres Heimatlandes. Sie bilden die Mehrheit der Muslime in Nairobi und sind meist kulturell und religiös konservativ. In der Wirtschaft haben sie großen Einfluss und gelten als hart arbeitende Menschen. Sie werden von anderen Bevölkerungsgruppen aber auch als aggressiv empfunden. Manche der jüngeren Somalis sind jedoch nicht so konservativ und verschlossen, sie sind offener und pflegen gerne Kontakte mit Nichtmuslimen.

Somalis sind die größte vom Evangelium unerreichte Volksgruppe in Kenia, doch weil sie mit extremistischen Gruppen in Verbindung gebracht werden, haben manche Angst vor ihnen. Trotzdem suchen Einzelne den Kontakt und engagieren sich, u. a. durch soziale Dienste und öffentliche religiöse Diskussionen mit muslimischen Leitern.

Abdi wurde an der Universität ein Nachfolger Jesu. Seine muslimische Familie hat ihn deshalb verstoßen. Es ist schwierig für ihn, Anschluss an Christen in Nairobi zu finden, da ihm diese mit Misstrauen begegnen. So hat er zusammen mit einigen anderen somalischen Christenangefangen, sich privat mit einem Pastor zu treffen. Sie beten und überlegen, wie sie eine somalische Gruppe aufbauen können, um ihre eigenen Leute zu erreichen.

Wir beten

  • Für junge Muslime in Nairobi, dass sie suchend werden und mehr über den Gott der Bibel erfahren möchten.
  • Um Schutz, Weisheit und Ermutigung für Jesus-Nachfolger, die bewusst mit Muslimen das Gespräch suchen. Und um Orte, wo diese ihre Fragen stellen können und Schulung erhalten. (Römer 10,17)
  • Dass Notleidende Hilfe und Versorgung erfahren. Dass der Extremismus seinen Einfluss verliert.