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2021

Tag 13

Frankreich

Sonntag, 25. April 2021

Paris, Frankreich

Die meisten Muslime in Paris stammen aus den früheren französischen Kolonien in Nord- und Westafrika. Mehr als 100.000 von ihnen sind Soninke.

Mahamadu fällt nach seinem Putzjob erschöpft auf sein Bett im Männerwohnheim, wo er mit hundert anderen Soninke-Einwanderern lebt. In ein paar Stunden beginnt seine Nachtschicht als Wachmann. Aber er kann sich nicht ausruhen — es ist Sonntag, und die Mitglieder seiner Großfamilie kommen zusammen, um Familienprobleme zu diskutieren und zu entscheiden, wieviel Geld sie zum Eid (Fest) nach Mali in ihr Heimatdorf schicken wollen. Mahamadu braucht außerdem Geld für seine kranke Tochter in Mali.

Mahamadus Leben ist typisch für die Soninke-Einwanderer im Großraum Paris, die oft in mehreren schlecht bezahlten Jobs gleichzeitig arbeiten, um ihre Familien in Westafrika zu ernähren. Die meisten von ihnen haben nie einen Christen kennengelernt oder das Evangelium gehört. Einige wenige glauben an Jesus, sind aber isoliert und werden deshalb verfolgt.

Die Soninke kommen aus Westafrika. Sie sind seit Generationen Händler. Die Soninke konvertierten im 11. Jahrhundert zum Islam und sind stolz auf ihr 900-jähriges islamisches Erbe. Sonike-Gemeinschaften gibt es auf der ganzen Welt, insbesondere in Frankreich.

Wir beten

  • Dass die Soninke-Einwanderer Arbeit finden, um ihre Familien in Westafrika unterstützen zu können. Und dass sie nicht in die Fänge von Extremisten geraten.
  • Frankreich und besonders Paris haben die Gewalt des extremen Islamismus schon öfter zu spüren bekommen. Wir beten, dass die Ghettoisierung aufhört und der Dialog unter Menschen verschiedenen Glaubens zunimmt.
  • Um Schutz für die wenigen gläubigen Soninke und dass viele weitere Muslime in Paris Jesus kennenlernen. (Johannes 14,6)