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2021

Tag 14

Myanmar

Montag, 26. April 2021

Yangon, Myanmar

Die goldglänzenden buddhistischen Pagoden und Tausende Mönche in roten Gewändern faszinieren Touristen in Yangon, der früheren Hauptstadt Myanmars. Aber die vielen Moscheen aus britischer Kolonialzeit bezeugen auch eine lange Geschichte der Muslime in der Stadt. Von den heute etwa 350.000 Muslimen (5 % der Bevölkerung) sind 10-20 % Rohingya aus dem Bundesstaat Rakhine, andere sind Burmesen, Inder oder Chinesen.

Die Rohingya in Yangon werden nicht direkt körperlich bedroht, erleben aber Vorurteile und Diskriminierung. Viele haben Familienangehörige, die im Rakhine-Staat in ständiger Gefahr leben. Dort hat ein Konflikt mit den buddhistischen Rakhine und der Zentralregierung über Jahrzehnte zu systematischer Entrechtung der Rohingya und weit verbreiteter Gewalt geführt. 2017 eskalierte diese in einer brutalen Militäraktion. Daraufhin flohen fast 1 Million Rohingya aus dem Rakhine-Staat ins benachbarte Bangladesch. Rohingya-Familien leben über die ganze Welt verstreut. „Seit 20 Jahren habe ich meine Mutter nicht mehr gesehen. Ich vermisse sie!“ sagte neulich ein Rohingya mit trauriger Stimme.

In Yangon gibt es noch keine bekannten Jesus-Nachfolger unter den Rohingya und nur wenige unter anderen muslimischen Gruppen. Es gibt kaum ausländische oder einheimische Gläubige, die sie erreichen möchten. Viele burmesische Christen lehnen Muslime ab; einige sind sogar überzeugt: „Jesus ist nicht für die Rohingya gestorben!“

Wir beten

  • Dass Muslime in Yangon in ihrer ausweglos scheinenden Situation Rettung erfahren.
  • Um eine Erweckung unter den Rohingya. Dass Schlüsselpersonen ihr Herz für Jesus öffnen und ihm nachfolgen, auch wenn es schwierig werden wird.
  • Dass Gott den burmesischen Gemeinden ein Herz für ihre muslimischen Nachbarn gibt und Arbeiter in dieses Erntefeld sendet. (Apostelgeschichte 8,4-8)