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Von der Angst zum Glauben

Tag 19

Animistischer Einfluss - aber treu zur örtlichen Moschee

Dienstag, 7. August 2012

Die Makua Nahara in Mosambik

Mosambik liegt an der Südostküste Afrikas. Etwa 20 % der Bevölkerung sind Muslime. Sie leben vor allem im Norden an der Grenze zu Tansania und entlang der Küste des Indischen Ozeans. Zu ihnen gehören die Makua Nahara. Diese sind sehr arm, können oft nicht lesen und schreiben und sprechen manchmal kaum die Landessprache Portugiesisch. Hungerzeiten und Krankheiten drücken die durchschnittliche Lebenserwartung auf nur knapp 50 Jahre. Etliche christliche Missionare wohnen unter den Makua Nahara und helfen ihnen medizinisch, da die Gesundheitsversorgung im Norden Mosambiks sehr unterentwickelt ist.

Die Zugehörigkeit zum Stamm der Naharas bedeutet für die meisten gleichzeitig auch die Zugehörigkeit zum Islam. „Wir sind Makua Nahara und deswegen Muslime. Die anderen Makua im Hinterland, weit weg vom Meer, ja, die trinken Alkohol und essen Schweinefleisch oder Schlangen. Wir nicht!“, erzählen sie stolz. „Und freitags gehen wir in die Moschee!“ Nun sind die Naharas zwar äußerlich Muslime, aber sie vermischen den Islam stark mit ihrem animistischen Glauben, in dem die Ahnen eine wichtige Rolle spielen. „Opa Abdul ist schon 1990 im Bürgerkrieg gestorben. Aber er ist immer gegenwärtig, auch wenn wir ihn nicht sehen! Wenn er unzufrieden mit uns ist, kann er uns sehr schaden! Also opfern wir ihm das, was er zu Lebzeiten sehr gemocht hat: Zigaretten. Das wird ihn besänftigen.“ So ist das Leben der Naharas von Furcht vor den Ahnen und vor gegenseitiger Verzauberung geprägt. Es gibt in der Nähe der Makua Nahara zwar einige kleine christliche Gemeinden, aber ein Makua Nahara tut sich sehr schwer, dorthin zu gehen. „Da sind nur die Zugezogenen drin! Die Alteinge- sessenen verachten die Leute in der Gemeinde!“ Das ist einer der Gründe, warum es unter den etwa 200.000 Makua Nahara fast keine Nahara-Gemeinden gibt. Die wenigen Gläubigen unter ihnen halten sich zu Gemeinden, die ihnen eigentlich kulturell und sprachlich fremd sind.

Aber nun scheint sich einiges zu tun: Gläubige mit muslimischem Hintergrund aus anderen Gegenden beginnen, die Naharas zu besuchen. Wenn sie erzählen, wie sie Jesus erlebt haben, hören die Naharas gespannt zu. Viele öffnen ihre Herzen. In letzter Zeit sind einige muslimische Makua-Mitarbeiter eines medizinischen Projekts an der Küste Nachfolger Jesu geworden und haben sich taufen lassen. Durch sie kommen auch ihre Familien zum Glauben an Jesus. Die Arbeit unter den muslimischen Naharas steckt noch tief in den Kinderschuhen, aber es gibt hoffnungsvolle Anfänge.

WIR BETEN:

  • Dass Schlüsselpersonen unter den Makua Nahara durch Kontakte zu Christen dem lebendigen Gott begegnen. (Apg. 8,26-39)
  • Dass Menschen, die Jesus nachfolgen wollen, im Glauben wachsen, Gottes Wort besser kennenlernen und Jesus im Alltag erleben. (Apg. 2,41-47)
  • Dass die Mitarbeiter bei ihren vielen gefährlichen Fahrten im Busch behütet bleiben. (2. Kor. 11,25-27)