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Von der Angst zum Glauben

Tag 23

Indonesien

Samstag, 11. August 2012

Jakarta

Indonesien – die Nation mit der weltweit viertgrössten Bevölkerung: 240 Millionen Einwohner. Ausgebreitet längs des Äquators über tausende Inseln, Heimat von 300 verschiedenen Volksgruppen, erfüllt von 700 verschiedenen Sprachen. Im Zentrum dieses schillernden Archipels, auf der Insel Java: Jakarta, die Hauptstadt. Hier laufen alle Fäden zusammen, Politik und Wirtschaft des Landes werden hier bestimmt. Ohne touristische Anziehungskraft, doch verheißungsvoll für alle Indonesier, die ihr Glück versuchen wollen. So attraktiv, dass im Großraum Jakarta (Jabodetabek genannt) schon 26 Millionen Menschen leben, und jedes Jahr kommen Hunderttausende dazu. Jede Volksgruppe Indonesiens ist in Jakarta vertreten. Die in der Gegend ursprünglich beheimateten muslimischen Betawi sind mittlerweile eine kleine Minderheit.

Kaum eine andere Stadt der Welt weist derart krasse Gegensätze auf: Neben der immer größer werdenden Zahl luxuriöser Einkaufszentren (den Malls) und moderner Bürohochhäuser gibt es manche Slumgebiete. Viele Menschen leben in Bretterverschlägen längs der Eisenbahn und an den mit Müll überquellenden Flüssen. Nur im Straßenverkehr sind alle gleich – im täglichen Verkehrsinfarkt kommt der neue Mercedes neben dem von rostigen Schweißnähten zusammengehaltenen Minibus zu stehen; ein funktionierendes Nahverkehrssystem gibt es nicht. Noch sind keine Lösungen erkennbar für das unerträgliche Verkehrschaos.

Ein weiterer Kontrast prägt die Stadt wie auch das ganze Land: 85 % der Bevöl-kerung sind Muslime, etwa 13 % Christen. Offiziell herrscht Religionsfreiheit, doch die Diskriminierung der christlichen Minderheit ist täglich spürbar. Jakarta beherbergt militante islamische Randgruppen, aber auch eine Reihe von missionarisch gesinnten Gemeinden, Bibelschulen und Organisationen. Die Zukunft Indonesiens entscheidet sich in Jakarta.

WIR BETEN:

  • Für die Regierung Jakartas unter Gouverneur Fauzi Bowo, der in Deutschland als Ingenieur studiert hat. Für Weisheit, die vielen Probleme anzugehen und den Einfluss gewaltbereiter Islamisten zurückzudrängen. Die in allen staatlichen Instanzen tief verwurzelte Korruption ist eine große Herausforderung.
  • Für alle Bemühungen, den Armen Jakartas zu helfen – geistlich und materiell. Einige Organisationen versuchen, mit mancherlei Projekten die Not zu lindern und dabei auch von Jesus zu erzählen.
  • Für die Christen Jakartas, die in der Gesellschaft durchaus Einfluss haben. Für Mut und Vollmacht, offen über ihren Glauben zu reden und für Bewahrung derer, die das tun.
  • Für die Betawi, unter denen nur etwa 100 Christen bekannt sind, dass Gott ihnen eine Zeit der Gnade schenkt und viele zum Glauben an Jesus kommen.