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Von der Angst zum Glauben

Tag 2
Samstag, 21. Juli 2012

Muslime in Österreich

Wie so viele andere afghanische Kinder und Jugendliche auch, wird Hussein (13 Jahre) von seiner Familie vom Flüchtlingslager im Iran nach Europa voraus-geschickt. Die abenteuerliche und gefährliche Reise führt ihn über die Türkei und Griechenland schließlich ins Erstaufnahmelager Traiskirchen in Österreich. Unter den Flüchtlingen hat sich herumgesprochen, dass Minderjährige nicht abge- wiesen werden. Husseins positiver Asylbescheid wird der Familie die Tür nach Europa öffnen – so ihre Hoffnung.

Endstation von Husseins Flucht ist ein Wohnheim für minderjährige Flüchtlinge in Linz. Damit beginnt erst recht eine ungewisse Zukunft – monatelanges oder gar jahrelanges banges Warten auf die Entscheidung der Behörden. Wird er schluss- endlich wieder in seine Heimat abgeschoben werden? Wird er seine Familie je wiedersehen?

Fälle wie Hussein gibt es zu Hunderten. Kaum vorstellbar ist das Leid, das diese traumatisierten Kinder und Jugendlichen durchgemacht haben. Für professionelle Hilfe und Betreuung fehlen oft die finanziellen Mittel oder leider auch der politische Wille. Völlig entwurzelt und weit weg von der Heimat und Familie sind diese minderjährigen Flüchtlinge ziemlich auf sich allein gestellt. Einige der Hauptprobleme im Alltag sind Langeweile, Einsamkeit und die völlige Ungewissheit über ihre Zukunft. Als Folge davon leiden fast alle unter psychischen und psychosomatischen Krankheiten.

Hussein kommt im Wohnheim zum ersten Mal in seinem Leben in Kontakt mit Christen. Eine Gruppe besucht regelmäßig die Kinder und Jugendlichen, um Zeit mit ihnen zu verbringen, Ausflüge zu unternehmen, Gespräche zu führen oder auch beim Deutschlernen zu helfen.

Es berührt ihn sehr, wie diese Menschen ihm viel Liebe entgegenbringen und
das Gefühl geben, nicht unerwünscht sondern angenommen zu sein.

WIR BETEN:

  • Um Heilung für die verwundeten Herzen dieser Kinder und Jugendlichen.
  • Für afghanische Flüchtlinge, die aufgrund ihrer Erlebnisse mit den Taliban sehr enttäuscht vom Islam und deswegen offen für das Evangelium sind. Möge Gott sich ihnen offenbaren.
  • Für Mitarbeiter, die sich um Menschen wie Hussein und andere Flüchtlinge kümmern, denen jegliche Zukunftsperspektive fehlt.
  • Dass Gemeinden den Flüchtlingen eine neue Heimat und Familie bieten.