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Von der Angst zum Glauben

Tag 16
Samstag, 4. August 2012

Turkmenen

Heute beten wir für Menschen in einem der verschlossensten Länder der Welt. Turkmenistan liegt in Zentralasien, an der Nordgrenze des Irans. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion war das Land 1991 plötzlich auf sich selbst gestellt.

Die Stämme der Turkmenen leben in einer trockenen Region (80 % Wüste). Bis vor 80 Jahren waren sie hauptsächlich Nomaden,die mit Vieh und Kamelen umherzogen. Heute lebt das Land vor allem von den immensen Gas- und Ölvorkommen. Der Reichtum aus der Förderung fossiler Bodenschätze wird investiert in monumentale Gebäude und grandiose Parks in der Hauptstadt und anderen Orten des Landes. Manches wirkt wie in einem fantastischen Märchen- land. Aber die Realität hinter der glänzenden Fassade ist düster.

Maral ist besorgt. Ihr Mann arbeitet in einer Baufirma und hat schon seit Monaten keinen Lohn mehr erhalten. Die Firma entschuldigt sich damit, dass sie selber vom Staat nicht fristgerecht bezahlt wird. Nun sollte ihr jüngster Sohn eingeschult
werden. Die Schulleitung will ihn jedoch nur aufnehmen, wenn Maral rund sechs Monatslöhne als inoffizielle „Gebühr” bezahlt. Woher soll sie das Geld nur nehmen? Aygul, ihre Nachbarin, bietet ihr an, für diese schwierige Situation zu beten. Jesus sähe ihre Not und er könne ihr beistehen. Maral ist erstaunt. Was hat es mit diesem Jesus auf sich? Wer ist das? Sie hat bisher noch nie eine Turkmenin getroffen, die von ihrem Glauben an Jesus spricht. Die Botschaft von Jesus ist in weiten Teilen des Landes noch unbekannt. Die Regierung schränkt Glaubens- und Meinungsfreiheit so massiv ein wie in kaum einem anderen Land. In den letzten Jahren konnten sich einige evangelische Gemeinden offiziell registrieren lassen, nachdem sie jahrelang verboten waren. Doch jegliche religiöse Aktivität außerhalb dieses engen Rahmens ist illegal. Bibeln und Schriften in einheimischer Sprache sind ebenfalls verboten. Der allgegenwärtige Staatsapparat überwacht die Leute bis ins kleinste Detail.

Wie kann das Volk der Turkmenen in diesem isolierten Land mit der Frohen Botschaft von Jesus erreicht werden? Gott ist dabei, trotz Widerständen und Hindernissen, Menschen in sein Reich zu führen. Muslime kommen zum Glauben und das Evangelium entfaltet unauffällig seine Kraft.

WIR BETEN:

  • Dass noch viele Männer und Frauen aus dem Volk der Turkmenen von der Frohen Botschaft berührt und von Jesus verändert werden.
  • Für einen geistlichen Aufbruch im Land.
  • Dass die Überarbeitung des Neuen Testaments in Turkmenisch bald abgeschlossen werden kann.
  • Für die christlichen Mitarbeiter im Land, dass sie ihren Glauben überzeugend leben können und durch weitere Mitarbeiter unterstützt werden.