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Jugendliche in Deutschland mit türkischem Hintergrund

Tag 25

Ostasien

Freitag, 2. August 2013

Banten in Indonesien

Okkulter Kampfsport

Wenn jemand auf glühenden Kohlen läuft oder sich mit dem Messer oder einem scharfen Nagel sticht, ohne sich zu verletzen, dann sprechen die Menschen in Banten von Debus. Damit meinen sie eine Kunst, aber auch eine Darbietung von spiritueller Kraft, die oft bei Hochzeiten oder sonstigen Feiern praktiziert wird. Man sagt, Gott gäbe nur «Reinen» solche Kräfte. Das Phänomen des Debus ist typisch für Banten. Fast jeder hat damit schon Erfahrungen gemacht.

Das Wort «Banten» bedeutet vieles. Seit dem Jahr 2000 ist es eine Provinz Indonesiens am westlichen Ende der Insel Java mit ungefähr neun Millionen Menschen. Sie ist etwa so groß wie Zypern. Banten ist auch der Name eines ehemaligen Sultanats,  das 1526 durch muslimische Kämpfer gegründet wurde. Banten bezeichnet auch einen der ältesten Häfen Indonesiens, der lange vor Jakarta für seinen Gewürzhandel bekannt war. Im alten Banten kann man noch die Ruinen des Hafens und des Palasts besichtigen, sowie das noch erhaltene Minarett,  das einem Leuchtturm ähnelt. Banten bezeichnet aber auch eine Volksgruppe der Provinz Banten, die etwa die Hälfte der Bevölkerung ausmacht.

Die Sprache der Banten ist eng mit Sundanesisch verwandt. Bis zur Errichtung des Sultanats gehörten die Banten zum hinduistischen Sunda Königreich, wurden dann aber Muslime. Die meisten Banten leben in den ländlichen Gebieten, viele als Fischer oder Bauern, die Reis und auch Nelken anbauen, für die sie einst bekannt waren. Einige arbeiten im industriellen Gürtel im Norden der Provinz, aber die Armutsrate ist hoch und der Bildungsstand niedrig. 

Neben den okkulten Mächten, von denen schon die Rede war, ist Banten auch die Kinderstube eines islamischen Fanatismus. Viele Leiter radikaler Gruppen waren auf Bantens religiösen Schulen. Außer im Einzugsgebiet von Jakarta gibt es kaum Christen in Banten. Und nur langsam beginnen Christen und Kirchen, ihre Aufmerksamkeit den Banten zuzuwenden. Es gibt viele offenen Türen für Ausbildungs- und Entwicklungprogramme.

WIR BETEN:

  • Dass die Banten von ihren religiösen und okkulten Bindungen befreit und für das Evangelium offen werden.
  • Dass Christen sich in Liebe den Banten zuwenden, um ihnen ganzheitlich zu dienen.
  • Dass sich neue Mitarbeiter berufen lassen, unter den Banten zu wohnen, zu dienen und die Gute Nachricht weiterzugeben.