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Jugendliche in Deutschland mit türkischem Hintergrund

Tag 19

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Samstag, 27. Juli 2013

Die Bildung muslimischer Frauen - ein oft frustrierendes Unterfangen

«Und ich weiß, Leila, wenn dieser Krieg vorüber ist, braucht Afghanistan dich ebenso sehr wie seine Männer, vielleicht sogar mehr. Denn eine Gesellschaft hat keine Aussicht auf Erfolg, wenn ihre Frauen ungebildet bleiben.» (Aus Kaled Hosseini, Tausend strahlende Sonnen)

Es ist nicht einfach, die Bildung muslimischer Frauen zu beurteilen, da sie von Region zu Region und von Familie zu Familie stark variiert. In Afghanistan und Pakistan zwangen die Taliban qualifizierte Frauen, ihre berufliche Arbeit aufzugeben. Mädchen wurde der Schulbesuch verboten, und sie durften nicht schreiben lernen – lesen sei mehr als genug. Laut einer Studie der UNESCO (2006) konnten in Ägypten nur 60% der Frauen lesen und schreiben. Dieser Prozentsatz war in Ländern wie Marokko, Pakistan, Afghanistan und Jemen noch wesentlich niedriger. Die Kluft zwischen Männern und Frauen, die lesen und schreiben können, betrug an manchen Orten bis zu 90%.

Inzwischen gibt es aber Fortschritte im Blick auf die Bildung muslimischer Frauen. Die Studenten im Irak und in den Vereinigten Arabischen Emiraten sind überwiegend weiblich. In Ländern wie der Türkei, Malaysia und Indonesien stößt die Bildung von Frauen kaum auf Widerstand. Anderswo bleibt der Kampf umso intensiver. Im Iran wurden kürzlich über 70 verschiedene Studiengänge für Frauen verboten.

Viele kämpfen trotzdem weiter für mehr Frauenbildung und somit für eine bessere Zukunft. Neelofer Haram schreibt: «Können Väter, Söhne und Brüder vorwärts gehen, wenn Mütter, Töchter und Schwestern zurückbleiben?»

WIR BETEN:

  • Für Initiativen zum Bau von Schulen für Mädchen in Afghanistan und Pakistan.
  • Um Schutz von Mädchen in Regionen, wo sie wegen ihres Schulbesuchs belästigt oder bedroht werden.
  • Für Menschen, die sich für die Bildung von Mädchen und Frauen in muslimischen Nationen einsetzen, um Schutz, Mut und Gelegenheiten, ihre Sache zu fördern.