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Jugendliche in Deutschland mit türkischem Hintergrund

Tag 5

Asien

Samstag, 13. Juli 2013

Die Silotis

Vergebliche Hoffnung an den Gräbern Heiliger

Von den 14-15 Millionen Silotis sind etwa 11 Millionen Muslime. Davon leben ca. sieben Millionen im Nordosten von Bangladesch und je zwei Millionen in Indien und im «Rest der Welt».

Die Frömmigkeit der Silotis ist von zwei Strömungen geprägt. Die eine geht zurück auf einen muslimischen Heiligen, der vor 800 Jahren mit 360 Anhängern nach Sylhet kam, der wichtigsten Stadt im Gebiet der Silotis. Er  besiegte den herrschenden Hindukönig, angeblich durch magische Kräfte. Vor dort breitete sich der Islam nach ganz Bengalen aus. Ein starker Gräberkult mit viel Mystik und Magie entstand. Besonders am Donnerstagabend suchen die Silotis an den Gräbern Heiliger Hilfe. Die andere Strömung ist der orthodoxe Islam. Freitags füllen sich die Moscheen mit Männern. Die Silotis zählen zu den konservativsten Muslimen in der gesamten Region. 

Familie ist für sie sehr wichtig. In der mittleren Generation hat fast jeder sechs bis zehn Geschwister. Die Familienbande sind sehr eng. Oft leben in einem Haus vier Generationen zusammen. Die Frauen verlassen das Haus nur selten. Die Männer- und die Frauenwelt sind selbst innerhalb der Familie stark voneinander getrennt. Viele silotische Familien haben Angehörige im Ausland. Wer es sich leisten kann, schickt seine Kinder in die westliche Welt, meist nach England. Die Ärmeren suchen auf der arabischen Halbinsel nach Arbeit. Obwohl entsprechend Geld zurückfließt, leben viele Silotis weiter in großer Armut.

Gastfreundschaft ist eine heilige Pflicht, und die Silotis sind sehr gute Köche. Sie haben eine eigene Sprache, die von vielen jedoch nur als Dialekt betrachtet wird. In der Schule müssen die Kinder die jeweilige Landessprache lernen und haben dadurch Nachteile. Auf dem Land gibt es sehr viele Analphabeten.

WIR BETEN:

  • Dass die Silotis eine Bibelübersetzung in ihrer eigenen Sprache bekommen.
  • Um Befreiung von okkulten Bindungen, die durch die Praktiken an den Gräbern der muslimischen Heiligen entstehen.
  • Um Gottes Wirken ganz besonders unter den Frauen.