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Frischer Wind im Dar al-Islam

Tag 24

Wunder

Montag, 21. Juli 2014

Dramatische Flucht übers Meer

Jonas erzählt: «Weil ich politisch aktiv war, musste ich meine geliebte Heimat Eritrea und meine Familie bei Nacht und Nebel verlassen. In meiner christlich-orthodoxen Familie hatte ich Gott nicht kennengelernt. Ich zählte auf mein Glück. Auf einem Lastwagen fuhr ich mit anderen Flüchtlingen durch die endlose und gefährliche Sahara. Hier begann eine Freundschaft mit Said, einem jungen Muslim. Wir sprachen viel darüber, wie wir am besten nach Europa gelangen könnten. Erschöpft kamen wir Tage später an der Küste an. Schlepper hatten bereits mehr als 500 Menschen hierher gebracht. Es war schrecklich. Alle kämpften um einen Platz auf einem kleinen Boot für ca. 40 Personen.

Das Geld für die Überfahrt hatten alle schon gezahlt. Plötzlich rief man unsere Namen auf. Ein erlösender Moment! Jetzt gab es kein Zurück mehr. Die Überfahrt war furchtbar. Zusammengepfercht mit 300 anderen Flüchtlingen hatten wir panische Angst. 
Als wir nach zwei Tagen die italienische Küste in der Ferne sahen, jubelten alle voller Erleichterung. Der Kapitän musste die Dämmerung abwarten, um uns dann so schnell wie möglich absetzen und die nächste Schleppertour machen zu können. Doch mit der Dämmerung kam ein starker Sturm auf. Um uns türmten sich 7-8 Meter hohe Wellen. In der Angst betete jeder wie bei Jona zu seinem Gott. Und das Wunder geschah! Im schlimmsten Augenblick überflog uns ein Flugzeug. Es benachrichtigte die Küstenwache.

Zwei Stunden später hätten die Retter nur noch Leichen bergen können. Das war meine erste Begegnung mit dem lebendigen Gott. Ich lebe nun in der Schweiz und habe Jesus als Erlöser angenommen. Oft muss ich an diese schreckliche Reise denken. Wo sich mein Freund Said nun befindet, weiß ich nicht. »

WIR BETEN:

  • Dass Said und andere muslimische Flüchtlinge nicht nur eine äußere, sondern auch eine innere Heimat finden.
  • Um Schutz für die Menschen aus muslimischen Ländern, die nur noch die Flucht als Ausweg sehen.
  • Um Weisheit für die Entscheidungsträger in den Auffangländern.
  • Um Mut für Nachfolger Jesu, auf Flüchtlinge zuzugehen und sie mit Jesus bekannt zu machen.