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Frischer Wind im Dar al-Islam

Tag 20

Naher Osten

Donnerstag, 17. Juli 2014

Frauen in Kurdistan

Die autonome kurdische Region im Nordirak ist im Wahlfieber. Die Straßen füllen sich mit Wahlplakaten. Dabei fällt auf, dass mehr Frauen auf den Postern zu sehen sind als bei früheren Kampagnen. 

Vieles hat sich in den letzten 10 Jahren verändert. Frauen arbeiten in öffentlichen Einrichtungen, besetzen führende Positionen, moderieren Fernsehshows. Frauengruppen erheben ihre Stimmen für ihre Rechte. Viele würden sagen, dass sie sich frei fühlen und mit ihrer Stellung in der Gesellschaft zufrieden sind. Beim näheren Hinhören gibt es aber auch andere Stimmen. Folgende Zitate von Frauen weisen darauf hin, dass der Schein trügt und das islamische Recht für viele Frauen ein Joch ist, das sie zu tragen haben: 

«Viele meiner Kolleginnen leiden sehr in ihrer Ehe, aber sie bleiben bei ihren Männern und schweigen, um ihrer Kinder willen.» «Die Männer glauben nicht, dass wir Frauen fähig sind, Verantwortung zu übernehmen.» «Mein Mann ist so eifersüchtig und misstrauisch. Ich darf nicht einmal alleine einkaufen gehen.» 

Solche Äusserungen machen nachdenklich und erklären auch, warum zur Gemeinde der an Jesus Gläubigen nur sehr wenige Frauen gehören. Von zehn Nachfolgern Jesu sind nur etwa zwei Frauen. Der Hauptgrund ist Angst. Die Frauen wissen, dass ein Wechsel ihres Glaubens einschneidende negative Folgen für sie haben würde. Deshalb riskieren es nur ganz Mutige, sich auf die Suche nach dem Gott der Liebe zu machen.

WIR BETEN:

  • Dass Frauen Jesus kennenlernen und so eine innere Würde bekommen, weil er allen, die ihn aufnehmen, das Recht gibt, seine Kinder zu werden.
  • Dass Frauen in erster Linie nach diesem Recht, Gottes Kind zu werden, suchen und es für sich in Anspruch nehmen.
  • Dass die Sehnsucht und Aussicht, Kind Gottes zu werden, sie bereit macht, Nachteile in Kauf zu nehmen.