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Fasten gemeinsam als Familie

Tag 23

Ostafrika

Sonntag, 18. Juni 2017

Die Beja im Sudan

Amna ist 21 Jahre alt und lebt in Daim al Arab, dem überwiegend von Beja bewohnten armen Stadtviertel von Port Sudan am Roten Meer. Sie hat ein hellblaues Kleid um sich geschlungen und röstet mit gleichmäßigem Schütteln Kaffeebohnen. Ein goldener Ring ziert ihre Nase. 

Amna wuchs in einer nomadischen Großfamilie auf, die in den kargen Bergen am Roten Meer umherzog. Mit 5 Jahren wurde sie beschnitten. Von dieser Erfahrung ist sie bis heute traumatisiert. 

Politische Unruhen brachten viele Probleme und haben zur Vertreibung vieler Beja geführt. Ihr Mann Hassan floh aus dem Sudan und ließ sie mit ihrem Sohn Mohammed zurück. Nach einer gefährlichen Reise über das Mittelmeer kam er in Europa an und sitzt heute in einem Asylantenheim. Gelegentlich telefonieren sie. Aber Hassan ist deprimiert, weil er seiner Frau kein Geld schicken kann.

Amnas Leben ist vom Volksislam geprägt. Dschinn und böse Geister sind ihre ständigen Begleiter. Sie sehnt sich nach dem nomadischen Leben ihrer Jugend und einem Sinn im Leben. Sie kann den Frieden, den sie sucht, nicht finden. 

Eine Träne rollt ihre dunkelbraune Wange hinunter, die sie mit ihrem Umhang wegwischt. Wer wird ihr helfen und sie aus ihrer Lage befreien? Ihr Sohn spielt im Schmutz ihrer Hütte. Ein neuer Tag hat begonnen. 

Wir beten

  • Für die Nachfolger Jesu, die in Ägypten, dem Sudan und Eritrea versuchen, Beja mit der guten Nachricht von Jesus und praktischer Hilfe zu erreichen.
  • Dass die Übersetzung der Bibel in die Sprache der Beja bald abgeschlossen werden kann. 
  • Dass der Herr mehr Möglichkeiten schenkt, die Beja in den vielen Flüchtlingslagern zu erreichen.