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Fasten gemeinsam als Familie

Tag 21

Nahost

Freitag, 16. Juni 2017

Die Domari im Nahen Osten

Die Domari leben hauptsächlich in Jordanien, Libanon, Syrien, Israel und Palästina. Ursprünglich kommen sie aus Nordindien. Sie wanderten zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert in den Nahen Osten ein und nahmen hier den Islam an. 

Als Nomaden waren sie bekannt für ihre Liebe zu Musik und Tanz. Viele arbeiten heute noch als Wanderarbeiter. Sie erleben Diskriminierung vom Rest der Bevölkerung, ähnlich wie die Sinti und Roma in Europa, mit denen sie weit entfernt verwandt sind. Deshalb verbergen sie oft ihre Identität. Einige haben gar keine offiziellen Dokumente und können daher nicht heiraten. Ihre Kinder betteln auf den Straßen, anstatt zur Schule zu gehen. Medizinische Versorgung bleibt ihnen oft verwehrt. 

Auf den Frauen und Mädchen lastet ein großer Druck, Geld zu verdienen. Sie werden von ihren Vätern zum Tanzen geschickt, betteln oder landen in der Prostitution, während die Männer gerne zusammen in Kaffeehäusern sitzen. 

Obwohl die Domari Muslime sind, praktizieren sie eher einen Volksislam, der von Aberglaube, Zauberei und Angst vor den Geistern geprägt ist. 

Wenn Domari Christen werden, haben sie ein großes Verlangen, Gott durch Musik anzubeten. Sie sind mutig und leidenschaftlich im Glauben. 

Wir beten

  • Um die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Domari. Dass sie mehr von Bildung profitieren können und durch bessere Arbeitsmöglichkeiten dem Kreislauf der Ausbeutung entkommen. 
  • Dass die Liebe Gottes Licht in die Herzen der Domari bringt und sie dadurch frei werden vom Aberglauben und der Angst vor bösen Geistern. 
  • Dass die Gläubigen unter den Domari durch ihre Gaben ein kraftvolles Zeugnis werden, das ihre Gesellschaft verändert.