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Fasten gemeinsam als Familie

Tag 5

Indischer Ozean

Mittwoch, 31. Mai 2017

Die Komoren - Matrilinearität - Segen oder Fluch?

Matrilinearität, lateinisch «in der Linie der Mutter», bezeichnet die Weitergabe und Vererbung von Besitz über die weibliche Linie von Müttern zu Töchtern. Hier auf den Komoren-Inseln gehören die Häuser den Frauen. Wenn eine Tochter heiratet, wird das Haus neu aufgeteilt oder es wird im Hof eine weitere Palmhütte gebaut. Viele ärmere Familien haben 10 Kinder und mehr. Die Ehemänner ziehen zu ihren Frauen in einen neuen Clan, mit dessen Gewohnheiten sie überhaupt nicht vertraut sind. Sie fühlen sich am neuen Ort nicht wohl und verbringen ihre Zeit nicht mit der Familie, sondern mit anderen Männern beim Kartenspielen oder auf dem Feld. Rashma erzählt: «Mein leiblicher Vater verließ uns, als ich noch ein kleines Kind war. Deshalb heiratete meine Mutter zum zweiten Mal. Mein Stiefvater kam 2-3 Mal pro Woche zum Essen oder Schlafen. Sonst war er entweder bei seiner Ursprungsfamilie oder bei seiner zweiten Ehefrau. Ich hatte das Glück, dass mein Stiefvater mich gleich behandelte wie meine Halbschwestern. Von meiner Mutter lernte ich verschiedene alltägliche Sachen im Haushalt; sie führte mich auch in kulturelle Bräuche ein und zeigte mir, wie ich mich vor bösen Geistern schützen kann. Dennoch lebe ich in Angst vor Flüchen, die gegen unsere Familie ausgesprochen werden könnten. Ich sehne mich nach einem verantwortungsvollen Ehemann, der meinen Kindern ein guter Vater sein wird – und nach Gottes Schutz und Segen über uns.»

Wir beten

  • Um Ehen wie Gott sie vorgesehen hat, trotz kulturell entgegengesetzer Lebensformen.
  • Dass Jesus dunkle Bindungen und Flüche durchbricht und die Komorer segnet.
  • Dass ganze Familien zu Jesus finden.