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Fasten gemeinsam als Familie

Tag 13

Zentralasien

Donnerstag, 8. Juni 2017

Familien in Kirgistan

Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurde Kirgistan 1991 unabhängig. Es ist das demokratischste Land in Zentralasien. 75 % der etwa 6 Millionen Einwohner sind sunnitische Muslime. Zu sowjetischer Zeit wurde der Islam nur oberflächlich praktiziert, hat aber seit 1991 ständig an Bedeutung gewonnen. 

Die schwierige wirtschaftliche Situation zwingt viele Menschen, im Ausland und oft unter schwierigen Bedingungen Geld zu verdienen. So starben z. B. im August 2016 in einem Moskauer Lager bei einem Brand 16 junge kirgisische Frauen wegen unsachgemäßer Arbeitsbedingungen. Kinder sind vielfach bei Großeltern oder anderen Verwandten untergebracht, oft auch in Kinderheimen. 

So wachsen viele Kinder mit dem Gefühl auf, verlassen und nicht geliebt zu sein. Mütter von Söhnen kontrollieren in kirgisischen Familien alles und behandeln Schwiegertöchter oft wie Sklavinnen. Wenn diese nach der Hochzeit nicht innerhalb von zwei Jahren schwanger werden, heiratet der Mann häufig unter dem Druck seiner Mutter eine andere Frau. Viele kirgisische Ehefrauen sind so verzweifelt, dass sie den Suizid als einzigen Ausweg sehen. 

In den 1990er Jahren entstanden die ersten kirgisischen christlichen Hauskreise und Gemeinden. Aber es ist schwer für die Gläubigen, ihren Glauben innerhalb der engen Familienstrukturen zu bekennen. Häufig werden sie von Verwandten und Freunden angefeindet oder ausgeschlossen. 

Wir beten

  • Für die Wirtschaft in Kirgistan, damit Familien vor Ort ihren Lebensunterhalt verdienen und zusammenbleiben können. 
  • Dass Mütter ihre Söhne zu liebevollen Ehemännern erziehen und Schwiegertöchter mit Würde behandeln. 
  • Dass christliche Familien lernen, in ihren Beziehungen Liebe auszudrücken und so ihre eigene Kultur beeinflussen.