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Fasten gemeinsam als Familie

Tag 8

Südasien

Samstag, 3. Juni 2017

Muslime: Eine Minderheit in Indien

Sahil war überglücklich, als er ein Buch erhielt, das von Gottes Liebe und Vergebung handelte. Kurz darauf traf er Abdul, einen Nachfolger von Isa (Jesus), der ihm mehr davon erzählte. Das veränderte Sahils Leben für immer. Freudig reagierte er auf das Wort Gottes und öffnete sich für die Gute Nachricht. Er erzählte seiner Familie von dem, was er gelernt hatte und erwartete, dass sie so begeistert reagieren würden wie er. Doch stattdessen wurde er aus seiner Familie ausgeschlossen! Für die nächsten Jahre wohnte er bei einem Freund und erzählte anderen Muslimen, was er über Isa gelernt hatte. 

14 Jahre später erzählt Sahil anderen muslimischen Indern noch immer von Isa und erlebt, dass viele so offen sind wie er es damals war. Jedoch gibt es nur wenige Menschen, die bereit sind, sich in die muslimische Gemeinschaft in Indien zu investieren. Viele Hindus, Christen und andere religiöse Gruppierungen misstrauen den Muslimen in Indien, obwohl diese die zweitgrößte religiöse Gruppierung im Land darstellen. Sahil zerbricht es fast das Herz, dass viele christliche Gemeinschaften in Indien nicht mit Muslimen zusammenarbeiten wollen. 

«Für Muslime in Indien ist der Islam ihre Religion, und ‘Muslim’ zu sein, bestimmt ihre Identität als Gemeinschaft», sagt Sahil. Das ist eine Herausforderung für diejenigen, die Isa nachfolgen wollen. Und trotzdem entscheiden sich viele für diesen Weg.

Wir beten

  • Dass sich mehr indische Christen darum bemühen, Muslime in ihrem Land kennenzulernen.
  • Um Frieden zwischen den verschiedenen Glaubensgruppierungen in Indien, das rechtlich ein säkulares Land ist, aber immer stärker hinduistisch geprägt wird.
  • Dass das Leben als Minderheit muslimische Familien in Indien offen macht, über den Glauben an Jesus nachzudenken.