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Fasten gemeinsam als Familie

Tag 7

Allgemeine Anliegen

Freitag, 2. Juni 2017

Sorgen muslimischer Eltern

Razia ist Mitarbeiterin in einem Zentrum für asiatische Frauen in Großbritannien. Sie erzählt von den Sorgen vieler muslimischer Eltern, weil sie sich im Umgang mit Computern nicht so gut auskennen wie ihre Kinder. Sie wüssten häufig nicht, was ihre Kinder online tun, wen sie dort treffen und welche Informationen sie im Netz teilen. Diese Bedenken kennen wir auch von christlichen Eltern. 

Eine Sorge vieler muslimischer Familien (insbesondere in Ländern, wo Muslime in der Minderheit sind), ist die Frage, wie sie ihren Kindern eine positive Sicht des Islam vermitteln können. Durch terroristische Taten werden Stereotypen kreiert, die alle Muslime mit Gewalt gleichsetzen. Seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs sind über 3000 Personen aus westlichen Ländern angereist, um in Syrien und im Irak für verschiedene radikal-islamische Gruppierungen zu kämpfen. Die Mehrheit von ihnen ging im Geheimen und ließ ihre Eltern in Kummer und Sorge zurück. Diese Eltern schämen sich und sind Feindseligkeiten von Freunden und Nachbarn ausgesetzt. Zudem quälen sie sich mit unbeantworteten Fragen, weil sie viele Dinge über ihr eigenes Kind nicht wussten. Was sie sich mehr als alles andere wünschen, ist zu verstehen, was mit ihrem Kind passiert ist und und warum es diesen Weg gewählt hat. 

Die meisten muslimischen Eltern hoffen, dass ihre Kinder gute Muslime werden, im Beruf Erfolg haben und selber eine Familie gründen. Diejenigen, die in einem nichtmuslimischen Land leben, wünschen sich auch, dass ihre Kinder ihren muslimischen Glauben in einer säkularen Gesellschaft bewahren können.

Wir beten

  • Für muslimische Familien, die wir kennen: um starke Beziehungen und gute Gespräche untereinander.
  • Um Trost und Frieden für Eltern, die mit dem Kummer umgehen müssen, ein Kind an den Extremismus verloren zu haben.
  • Dass Christen und Gemeinden muslimische Familien in dem beschriebenen Spannungsfeld liebevoll begleiten können.