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Der Wahhabismus

Der Wahhabismus ist eine streng konservative und fundamentalistische Bewegung innerhalb der sunnitischen Richtung des Islams, die im 18. Jahrhundert in Saudi-Arabien durch den Theologen Mohamed Ibn Abdul Wahhab entstand. Die Bewegung fordert eine „reine“ Form des Islams. Sie verbietet Alkohol, Musik, Tabak und mystische Praktiken (Sufismus). Im Wahhabismus sind rituelle Gebete und die strikte Geschlechtertrennung in der Öffentlichkeit zentral. Wahhabiten erachten sich als die einzig wahren Muslime.

Durch die enge Verflechtung der saudischen Königsfamilie mit dem Wahhabismus hat dieser weltweit einen großen Einfluss. Für die Familie Saud war diese Ausprägung des Islams im 18. Jahrhundert der Weg, über den sie die arabischen Stämme zu einem Staat vereinen konnten. Saudi-Arabien finanziert bis heute weltweit den Bau von Moscheen und die Propaganda wahhabitischer Ideen.

Der Wahhabismus ist für seine Intoleranz und Aggressivität bekannt und ihm wird vorgeworfen, mit globalen Terrororganisationen in Verbindung zu stehen. Viele sunnitische und schiitische Bewegungen lehnen den Wahhabismus als eine extreme Form des Islams ab.

© Photo: CC Wikimedia

Wir beten

  1. FÜR MUSLIME und Nichtmuslime, die unter dem Einfluss des Wahhabismus leiden, dass sie in Freiheit ihre Überzeugungen leben können.
  2. WAHHABITEN vermeiden Kontakte zu Nicht-Wahhabiten. Möge Gott in Träumen und Visionen zu ihnen sprechen und sie in Beziehung mit ChristusNachfolgern bringen.
  3. WAHHABITEN berufen sich gerne auf Abraham. Dass sie mit Galater 3,8 den Segen erlangen, der durch Jesus, den Nachkommen Abrahams, auf alle Völker kommt.